Permanent Make-up

Was ist Permanent Make-up?

Permanent Make-up steht für dauerhaftes Make-up. Die für dieses Verfahren entwickelten, allergiegetesteten Pigmente werden mit Hilfe eines Pigmentiergerätes, in welchem diverse Einwegnadel-Typen eingespannt werden können, sanft in die Haut eingebracht.

Diese ca. einstündige Behandlung ist unter der Verwendung von zuvor äußerlich aufgetragenen Lokalanästhetika (Betäubungsmittel) nahezu schmerzfrei und unblutig. Die jeweilige Verschönerung ist je nach Hautbeschaffenheit, gewähltem Farbton und anschließender Besonnung mehrere Jahre haltbar.

Beim Pigmentieren kommt es in aller Regel nur zu einer leichten Verletzung der Oberhaut und der Lederhaut, die innerhalb von 3 bis 7 Tagen abheilt, ohne sichtbare Narben zu hinterlassen.

Wimpernkranzbetonung

Die Wimpernkranzbetonung sorgt für eine optische Verdichtung der Wimpern und endet am äußeren Augenwinkel. Durch viele kleine dunkle Punkte kann der Eindruck vermittelt werden, dass zwischen den vorhandenen, meist helleren Wimpern noch viele kurze Härchen sitzen – dies täuscht mehr Fülle vor.

Dünner Lidstrich

Ein zarter, dünner Lidstrich schenkt Ihnen ein zeitlos schönes Aussehen, und Ihre Wimpern wirken wieder dichter und kräftiger. Unsere Augen sind das Fenster zur Seele.“
Diese alte Weisheit mag ja märchenhaft klingen, doch an dieser schönen Metapher ist durchaus etwas dran. Für viele Menschen steckt dahinter der Glaube, dass der Blick eines Menschen mehr über seine wahren Gefühle verrät, als seine Worte erkennen lassen.

Lidstrich

Besonders ausdrucksvoll werden Augen durch den modellierten Lidstrich, der raffiniert die jeweilige Augenform zu optimieren vermag. Durch eine dezente Verlängerung und Verbreiterung der Lidstrichlinie am äußeren Augenwinkel wirken Ihre Augen fröhlicher und größer. Dem altersbedingten Absinken des Augenwinkels und des Oberlids kann somit optisch entgegengewirkt werden.

Wie lange hält ein Permanent Make-up?

Permanent Make-up steht für dauerhaftes Make-up. Jedoch im Gegensatz zu einer Tätowierung ist die Haltbarkeit auch eines professionell erstellten Permanent Make-ups zeitlich begrenzt. Die Haltbarkeit variiert bei jeder Kundin und wird von der Hautbeschaffenheit und natürlich der Pflege nach der Behandlung abhängig gemacht.

  • Augenbrauen verblassen im Schnitt nach 1-3 Jahren
  • Lippen nach ca. 3-5 Jahren
  • Lidstriche verblassen nur leicht und halten viele Jahre

Eine Garantie über den Zeitraum der Haltbarkeit kann man leider nicht geben, da jede Haut anders ist und sich somit auch unterschiedlich schnell regeneriert und erneuert.

Der Wunsch nach einer Farbauffrischung wird bei einer Härchen – Augenbrauenzeichnung manchmal schon nach 2-3 Jahren und bei Lidstrichen und Lippenkonturen nach 3-5 Jahren geäußert. Ein Permanent Make-up hält je nach Hauttyp und Farbton mehrere Jahre, jedoch kann ein vollständiges Verblassen oder eine Mindesthaltbarkeit nicht garantiert werden.

Die farbliche Betonung soll ja den persönlichen Ausdruck des Gesichtes hervorheben. Wenn das ursprüngliche Ergebnis etwas verblasst ist, die Klientin sich aber daran lange gewöhnt hatte, entsteht der Wunsch, das ursprünglich ausdrucksstarke Ergebnis wieder aufzufrischen. Es lohnt sich, das in die Jahre gekommene Ergebnis fachlich überprüfen zu lassen.

Da Sonnenbestrahlung zum schnelleren Verblassen von Permanent Make-up Zeichnungen führt, empfehlen wir, geeignete Lichtschutzmittel beim Sonnenbad zu verwenden. Eine Auffrischung ist jederzeit möglich. Dabei können altersbedingte Veränderung berücksichtigt und vorteilhaft ausgeglichen werden.

Erst nach Übereinstimmung zu Form, Farbton und Preis beginne ich mit der gewünschten Behandlung.

Weitere Informationen

Die richtige Pflege nach der Behandlung

Selbstbräuner und andere dekorative Präparate können in der Abheilungsphase zu Farbveränderungen und unnötigen Hautreizungen führen. Die pigmentierten Hautareale sollten daher aus hygienischen Gründen in der ersten Woche nach der Behandlung nicht geschminkt und nicht mit normalen kosmetischen Produkten behandelt werden. Nach der Behandlung sollte der Hautbereich zudem gut gepflegt und geschmeidig gehalten werden.

Nach jeder Behandlung geben wir Ihnen Pflegesalben mit, die Sie mit einem Wattestäbchen dünn auftragen sollten. Es ist aus hygienischen Gründen äußerst wichtig, dass die Heilsalben nie mit dem bloßen Fingern, sondern ausschließlich mit sauberen Wattestäbchen aufgetragen werden.

Mangelnde Hygiene in den ersten Tagen nach dem Pigmentieren kann in seltenen Fällen Infektionen hervorrufen. Bitte entfernen Sie nicht vorzeitig die Pigmentierkruste, sie löst sich allmählich von selbst nach 2 bis 5 Tagen ab. Unsere 5-S-Faustregel: In der ersten Woche nach der Behandlung sollten Sie auf Sonne, Solarium, Schwimmbad, Sauna und Schminke verzichten. Wichtig ist zu wissen, dass Sie bereits direkt nach der Behandlung in der Lage sind, Ihrem normalen Arbeitsalltag nachzugehen, abends auszugehen und selbst Auto zu fahren.

Sie sehen auch ohne andere Hilfsmittel wie Wimperntusche, Lidschatten und Lippenstift sehr ausdrucksvoll und raffiniert geschminkt aus!

Weiß oder Beige sollte man grundsätzlich nicht mit dem Laser behandeln. Unter dem Laserstrahl schlagen diese Pigmente farblich um, und zwar in schmutzig grün-graue bis schwarze Töne, welche dann mit keinem Laser der Welt entfernt werden können. Das gleiche betrifft alle Pigmente, die auf Basis von Weiß oder Beige gemischt wurden.

Große Vorsicht ist beim Entfernen von auf Acrylaten basierten Pigmenten geboten. Diese Pigmente können unter dem Laserstrahl schmelzen und zu inneren Hautverbrennungen (und als Folge zur Narbenbildung) führen. Heutzutage gibt es die einzigartige Möglichkeit, mit dem Pigmente aller Farben und Abtönungen sowie jeden Ursprungs und jeden Dispersionsgrades effektiv und restlos zu entfernen. Sogar die hartnäckigen Microblading-Pigmente auf Acrylat- Basis können mit Rejuvi entfernt werden.

Bitte unbedingt beachten: Von der Befolgung der nachstehenden Pflegehinweise sind 50% des Behandlungserfolges abhängig. Ihre Mitwirkung ist nicht nur erwünscht, sondern unbedingt erforderlich! Bei Nichtbeachtung kann es zu Entzündungen und Narbenbildung, sowie verlangsamter Heilung kommen.

Hin und wieder Herpes nach Lippenbehandlungen

Zu meiner umfassenden Beratung gehört es darauf hinzuweisen, dass durch die Pigmentierung der Lippen vorübergehend unangenehme Begleiterscheinungen auftreten können.

Kunden, die im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals Lippenbläschen (Herpes Simplex) hatten, können wenige Tage nach der Behandlung Herpes am Mund und drum herum bekommen. Auch wenn Sie sich nicht daran erinnern können, jemals Herpes gehabt zu haben, können Bläschen auftreten.

Durch den Herpes-Simplex-Virus verursachte Erkrankungen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Haut. Die Erkrankung ist weit verbreitet. Mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen haben Antikörper gegen den Herpes-Simplex-Virus, der an den Lippen auftritt, im Blut. Jeder, der Antikörper gebildet hat, war schon einmal in Kontakt mit dem Virus. Im Volksmund spricht man auch von Fieberbläschen.

Kurz vor dem Auftreten der Erkrankung verspüren die Betroffenen oft Hautirritationen durch Hautspannung und Überempfindlichkeit der betroffenen Stelle. Dabei entstehen an den Lippen kleine, nässende Bläschen. Diese Stellen sind empfindlich, schmerzen und jucken. Die Bläschen verheilen normalerweise innerhalb von 10 Tagen ohne Narben. Nur selten verläuft die Krankheit schwer.

Die meisten Menschen infizieren sich mit dem Herpes-Virus übrigens bereits unbewusst in der Kindheit. Die erste Infektion verläuft fast immer ohne sichtbare oder fühlbare Symptome. Die Betroffenen wissen daher gar nicht, dass sie sich damit einen lebenslangen Begleiter „eingefangen“ haben, denn das Virus schlummert unbemerkt im Körper.

Herpes kommt immer wieder – mit und leider auch ohne erkennbaren Grund. Im Erwachsenenalter findet eine erneute Infektion oft durch engen Körperkontakt mit anderen Menschen statt bei denen die Bläschen am Aufblühen, aber auch am Abheilen sind. Ebenso gibt es die Möglichkeit dass es mit und auch ohne Grund immer wieder zu einer Aktivierung der im eigenen Körper vorhandenen „stummen“ Viren kommt.

Bei diesen Zweit- oder Späterkrankungen befällt Herpes meistens die Lippenregion, es entsteht der allgemein bekannte Lippen-Herpes. Die Aktivierung kann durch verschiedene Ursachen provoziert werden. So können übermäßige Anstrengungen und Stress in jeder Form, Menstruation, die Geburt eines Kindes, UV-Strahlung (Urlaubssonne oder UV-Lampe) Erkältung oder fieberhafte Infekte der Auslöser sein. Grundsätzlich alles was die Immunabwehr schwächt, kann zu einem Wiederaufflammen der Infektion führen.

Die Viren können aber auch durch eine Permanent Make-up Behandlung an den Lippen „aufgeweckt“ werden. Die Lippenhaut ist nach der Pigmentierung durch die leichte Verletzung der Haut drei bis fünf Tage lang recht trocken und aufgrund eines Farbüberschusses von rund 50% etwas kräftiger im Farbergebnis. In dieser Zeit ist sie besonders anfällig für Krankheitserreger und Umwelteinflüsse.

Ich empfehle daher unseren Kundinnen, in den ersten Tagen nach der Behandlung die Lippenhaut mit unserem speziellen Lippenbalsam geschmeidig zu halten.

Wenn eine Kundin in der Vergangenheit bereits einmal eine Herpes-Virus-Erkrankung hatte oder den Virus unbewusst in sich trägt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass am 3. Tag nach der Behandlung ein Ausbruch eines Herpes Simplex-Schubes auf der Lippe oder im direkten Umfeld erfolgt.

Ein durch Permanent Make-up aufgeweckter Lippenherpes äußert sich in kleinen Bläschen bis hin zu eitrig-blutigen Krusten im Bereich der eingezeichneten Pigmentierfarbe. Nach der Verschorfung verschwindet die eingebrachte Pigmentierfarbe im Bereich der Lippenbläschen meistens nahezu vollständig, so dass in diesem Bereich Nachzeichnungen notwendig werden. Nach der Abheilungsphase werden die betroffenen Stellen im Rahmen weiterer Behandlungen behutsam erneut pigmentiert.

Auf keinen Fall sollte man die Bläschen aufstechen, weil sich dadurch die Infektion noch weiter ausbreiten kann. Die Flüssigkeit in den Bläschen enthält eine große Menge an hochinfektiösen Viren. Aus diesem Grund sind die von uns empfohlenen Hygiene- und Pflegemaßnahmen unbedingt zu beachten und UV-Strahlung ist in der ersten Woche zu meiden. Kundinnen, die zu Herpes neigen, sollten zusätzlich prophylaktisch ein Virostatikum anwenden, der die Vermehrung von Viren hemmt.

Das Auftreten von Lippenherpes kann vor der Behandlung durch das Einnehmen von vorbeugend wirkenden Tabletten gemildert werden. Darüber hinaus kann nach der Behandlung durch das Auftragen antiviral wirkender Cremes ein Lippenherpes weitgehend zurückgedrängt werden. Wenn jemand einmal in seinem Leben eine Herpes Infektion durchgemacht hat, so bedeutet das für die Zukunft leider keine Immunisierung oder Schutz.

In den meisten Fällen kommt es immer wieder in unregelmäßigen Abständen zu einem Auftreten der Krankheit. Eine befriedigende Therapie der Herpes Infektion gibt es bis heute nicht. Die Medizin hat bisher auch keine Möglichkeit gefunden, das im Körper ruhende Virus endgültig zu vernichten. Aus diesem Grund können bei einer Herpes Infektion an den Lippen nur die Symptome behandelt werden. Salben mit antiviral wirkenden Inhaltsstoffen wie Aciclovir, Valaciclovir oderPenciclovir verringern die Ausbreitung und verkürzen die Dauer der Erkrankung.

Da es keinen Impfstoff gibt kann nur vorgebeugt werden, indem man sich von möglichen Infektionsquellen fernhält, die Hände häufig wäscht und auf eine gesunde Lebensweise achtet, damit das Immunsystem fit ist und sich gegen die Viren gut wehren kann.